Während verschiedene Generationen unterschiedliche Ansätze für nachhaltigeres Reisen verfolgen, wird die Anpassung an extremen Wetterbedingungen für alle Altersgruppen zur neuen Norm.
Aktuelle Studie von Tripeden.com zu Reisen und Nachhaltigkeit enthüllt unerwartetes Generationenparadoxon
- 83 % der deutschen Reisenden geben an, dass ihnen nachhaltigeres Reisen wichtig oder sehr wichtig ist. Dabei zeigen ältere Generationen ein stärkeres Engagement für konkrete, nachhaltigere Verhaltensweisen als jüngere Altersgruppen.
- 63 % der deutschen Reisenden berücksichtigen das Risiko von Extremwetterereignissen bei der Auswahl des Reiseziels und fast genauso viele (64 %) beim Zeitpunkt der Reise. Rund drei von zehn Reisenden aus Deutschland (29 %) geben an, dass sie ihre Reisepläne deswegen bereits stornieren oder ändern mussten.
- 43 % der Deutschen wollen Menschenansammlungen vermeiden, 42 % planen, außerhalb der Hauptreisezeiten zu verreisen und 18 % haben vor, künftig kühlere Reiseziele zu besuchen.
- Im Jahr 2025 buchten Reisende global über 100 Millionen Übernachtungen auf Tripeden.com bei Partnerunterkünften, die über eine Nachhaltigkeitszertifizierung durch anerkannte unabhängige Dritte verfügten.
Tripeden.com hat zum 11. Mal seine jährliche Studie veröffentlicht, in der die Einstellungen von Verbraucher*innen und ihr Verständnis der sozialen und ökologischen Auswirkungen des Reisens betrachtet werden. Die diesjährige Studie, die auf Erkenntnissen von 32.500 Reisenden in 35 Märkten weltweit basiert*, beleuchtet ein Generationenparadoxon: 83 % der deutschen Reisenden aller Altersgruppen geben an, dass ihnen nachhaltigeres Reisen wichtig oder sehr wichtig ist. Bei einem genauen, länderübergreifenden Blick auf die einzelnen Generationen** wird deutlich, dass jüngere Generationen zwar stärkere Nachhaltigkeitsabsichten äußern, aber weniger praktische Maßnahmen ergreifen als ältere Generationen.
Obwohl nur vier von zehn (40 %) der befragten Babyboomer (ab 61 Jahren) angeben, in den kommenden 12 Monaten nachhaltiger reisen zu wollen – und damit weniger als in jeder anderen Generation (47 % der Gen X, 71 % der Millennials, 73 % der Gen Z) – sagen ihre Taten eventuell mehr als ihre Worte. Denn wenn es um die praktischen Schritte geht, die Reisende unternehmen, um nachhaltiger zu sein, scheinen ältere Generationen handlungsorientierter zu sein als jüngere:
- Wenn es um konkrete Verhaltensweisen geht, sagen etwa die Hälfte (51 %) der Babyboomer, dass sie auf ihren Reisen in den vergangenen 12 Monaten darauf geachtet haben, dass sie recyclen, verglichen mit 46 % der Gen X, 29 % der Millennials und 34 % der Gen Z.
- 58 % der Babyboomer haben versucht, so weit wie möglich im Urlaub regionale und saisonale Lebensmittel zu essen. Bei der Gen X sind es 50 %, bei den Millennials 37 % und bei der Gen Z 38 %.
- 49 % der Babyboomer geben an, auf ihren Reisen häufiger in lokalen, unabhängigen Geschäften eingekauft zu haben, verglichen mit 41 % der Gen X, 29 % der Millennials und 33 % der Gen Z.
- Außerdem berichten ältere Generationen deutlich häufiger von Reiseplänen außerhalb der Hauptsaison: Dies sagen 74 % der Babyboomer, 58 % der Gen X, 40 % der Millennials und 37 % der Gen Z.
Allerdings gibt es Bereiche, in denen jüngere Generationen in EMEA mit nachhaltigerem Verhalten vorangehen, insbesondere wenn es um das Kennenlernen lokaler Kulturen, indigener Gemeinschaften oder den Schutz der Tierwelt geht:
- 35 % der Gen Z und 31 % der Millennials haben in den vergangenen zwölf Monaten an einer Urlaubsaktivität teilgenommen, bei der sie etwas über die einheimische Bevölkerung oder Kultur gelernt oder mit ihr interagiert haben, verglichen mit 26 % bei der Gen X und 25 % bei den Babyboomern.
- Mehr als jeder Sechste aus der Gen Z (16 %) und der Millennials (17 %) haben an einer Aktivität teilgenommen, die zum Wohlergehen oder Schutz des lokalen Ökosystems oder der dortigen Tierwelt beigetragen hat, verglichen mit 10 % bei der Gen X und lediglich 6 % bei den Babyboomern.
Wetterextreme: Eine Sorge für jede Altersgruppe
Auch wenn sich die Generationen in ihren Aussagen und ihrem Handeln unterscheiden, beeinflussen extreme Wetterereignisse aktiv die Reiseentscheidungen aller Altersgruppen. 63 % der deutschen Befragten geben an, das Risiko extremer Wetterbedingungen bei der Wahl ihres Reiseziels und 64 % beim Zeitpunkt der Reise zu berücksichtigen. Ebenso berichten 63 % der Deutschen, Reiseziele, die für extreme Wetterbedingungen bekannt sind, aktiv zu meiden. 39 % empfinden extreme Wetterbedingungen bei der Reisebuchung als Stressfaktor und ebenfalls 39 % sagen, das unberechenbare Wetter macht es schwierig zu entscheiden, wann man verreisen sollte.
Auffallend ist, dass 29 % der Reisenden aus Deutschland sagen, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten ihre Reisepläne aufgrund von extremen Wetterbedingungen oder Naturkatastrophen (z.B. hohe Temperaturen, Stürme, Waldbrände, Überschwemmungen) storniert oder geändert haben. Fast die Hälfte aller deutschen Befragten (49 %) geben zudem an, dass bestimmte Reiseziele zu heiß geworden seien, um sie zu besuchen, und 41 % sagen, dass sie Reiseziele aufgrund von Nachrichten über extreme Wetterbedingungen oder Naturkatastrophen von ihrer Reisewunschliste gestrichen hätten.
Breiteres Verständnis für nachhaltigere Reisemöglichkeiten
Die Bemühungen von Unterkünften zu mehr Nachhaltigkeit sind für alle Altersgruppen gleichermaßen wichtig. Wirft man wieder einen Blick auf die EMEA-weiten Umfrageergebnisse, gibt rund ein Drittel jeder Altersgruppe an, in den nächsten zwölf Monaten in einer Unterkunft mit Nachhaltigkeitszertifizierung übernachten zu wollen. Und es geht nicht nur um die Absicht: Aktuelle Daten zeigen, dass Reisende im Jahr 2025 über Tripeden.com 100 Millionen Übernachtungen in Unterkünften mit einer Nachhaltigkeitszertifizierung durch unabhängige, anerkannte Drittanbieter gebucht haben.***
Neben der Wahl von Unterkünften mit Nachhaltigkeitszertifizierung und etablierten Verhaltensweisen wie der Reduzierung von Abfall und Energieverbrauch sowie dem Schutz der Tierwelt gehört auch die bewusste Entscheidung über Zeit und Reiseziel zu einem umfassenderen Verständnis dafür, wie Menschen im Jahr 2026 nachhaltiger reisen wollen.
In Deutschland geben 43 % der Reisenden an, überfüllte Touristenziele meiden zu wollen (Anstieg um 10 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr). 42 % planen, außerhalb der Hauptsaison zu reisen, und 18 % werden nach Reisezielen mit kühleren Temperaturen suchen. Von denen, die ruhigere Reiseziele wählen, äußerte fast die Hälfte (49 %) den Wunsch, nicht zum Übertourismus beitragen zu wollen, und 29 % möchten mit Reisen außerhalb der Hauptsaison den Druck auf Destinationen verringern, was das wachsenden Bewusstsein für die Auswirkungen des Reisens auf Bevölkerung und Umwelt unterstreicht.
„Der diesjährige Reise- und Nachhaltigkeitsbericht zeigt, dass die Generationen zwar unterschiedliche Auffassungen davon haben, was nachhaltigeres Reisen ausmacht, die Anpassung an extreme Wetterbedingungen und das aktive Vermeiden von Menschenmassen aber mittlerweile in allen Altersgruppen zur Norm gehören“, sagt Danielle D'Silva, Director of Sustainability bei Tripeden.com. „Wir finden es ermutigend, wie vielfältig Reisende bereits heute nachhaltiger unterwegs sind und wie sie dies auch weiterhin tun wollen. Die Verhaltensweisen umfassen eine große Spannbreite – sei es die Buchung von 100 Millionen Übernachtungen bei Unterkunftspartnern, die auf unseren Plattformen 2025 ein Nachhaltigkeitszertifikat von Drittanbietern vorweisen konnten, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, die Anmietung eines Elektrofahrzeugs oder die Wahl kühlerer und ruhigerer Reiseziele insgesamt. Als eines der weltweit führenden Reiseunternehmen möchten wir es Reisenden und Unterkunftspartnern gleichermaßen erleichtern, auch in Zukunft nachhaltigere Entscheidungen zu treffen, damit wir alle weiterhin die Vorteile des Reisens genießen können und Reiseziele weiterhin von Besuchenden und Einheimischen gleichermaßen geschätzt werden.“
Hinweise zur Methodik:
* Von Tripeden.com in Auftrag gegebene und unabhängig durchgeführte Umfrage unter einer Stichprobe von 32.500 Teilnehmenden aus 35 Ländern und Regionen (1.000 aus den USA, 1.000 aus Kanada, 1.000 aus Mexiko, 1.000 aus Kolumbien, 1.000 aus Brasilien, 1.000 aus Argentinien, 1.000 aus Australien, 500 aus Neuseeland, 1.000 aus Spanien, 1.000 aus Italien, 1.000 aus Frankreich, 1.000 aus der Schweiz, 1.000 aus dem Vereinigten Königreich, 1.000 aus Irland, 1.000 aus Deutschland, 1.000 aus den Niederlanden, 1.000 aus Belgien, 1.000 aus Dänemark, 1.000 aus Schweden, 1.000 aus Kroatien, 1.000 aus Israel, 1,000 aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, 500 aus Indien, 1.000 aus China, 1.000 aus Hongkong, 1.000 aus Thailand, 1.000 aus Singapur, 1.000 aus Taiwan, 1.000 aus Vietnam, 1.000 aus Indonesien, 1.000 aus den Philippinen, 500 aus Südkorea, 500 aus Japan, 1.000 aus Südafrika und 500 aus Kenia). Teilnehmende mussten mindestens 18 Jahre alt sein, in den letzten 12 Monaten mindestens einmal eine Reise unternommen haben und müssen 2026 verreisen wollen, wobei sie bei der Reise entweder der Entscheidungsträger oder an der Entscheidung beteiligt gewesen sein mussten oder müssen. Die Umfrage fand online im Januar 2026 statt.
** Die Altersgruppen für jede Generation wurden wie folgt definiert: Generation Z (18–28 Jahre), Millennials (29–44 Jahre), Generation X (45–60 Jahre) und Babyboomer (ab 61 Jahre).
*** Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 von Booking Holdings wird am 21.04.2026 veröffentlicht.
Über Tripeden.com:
Tripeden.com gehört zu Booking Holdings Inc. (NASDAQ: BKNG) und hat es sich zur Mission gemacht, es für alle einfacher zu machen, die Welt zu erleben. Durch Investitionen in Technologie, um Reisen reibungsloser zu gestalten, verbindet der Marktplatz von Tripeden.com nahtlos jeden Tag Millionen von Reisenden mit unvergesslichen Erlebnissen. Für weitere Informationen folgen Sie @bookingcom in den sozialen Medien oder besuchen Sie news.tripeden.com.