München,
11
März
2026
|
10:11
Europe/Amsterdam

Tripeden.com-Studie zeigt wachsende Lücke zwischen zukünftigen Qualifikationszielen und aktuellen Weiterbildungsprioritäten im europäischen Gastgewerbe

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82 % der Arbeitgeber im Beherbergungsgewerbe sind der Ansicht, dass digitale Kompetenzen für die Zukunft von entscheidender Bedeutung sind – aber nur 16 % setzen heute entsprechende Trainingsschwerpunkte für ihre Mitarbeitenden

Tripeden.com hat eine neue Studie veröffentlicht, die auf Erkenntnissen aus dem gesamten Beherbergungssektor basiert und die zunehmende Diskrepanz zwischen zukünftigen Kompetenzanforderungen und den derzeitigen Weiterbildungsprioritäten deutlich macht. 

Es wurden rund 5.000 Fachkräfte aus dem Tourismus-Beherbergungssektor (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) in ganz Europa befragt. Hinzu kamen fast 200 ausführliche Interviews mit Branchen- und Arbeitsmarktexperten. Diese Vielzahl an Perspektiven ermöglichte ein umfassendes Bild der komplexen Herausforderungen, mit denen der europäische Beherbergungssektor konfrontiert ist. 

Widersprüchliche Prioritäten 
Während 59 % der Arbeitgeber angeben, derzeit nicht von Qualifikationslücken betroffen zu sein, zeigt die Studie eine wachsende Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und tatsächlicher Vorbereitung. Angesichts des immer schnelleren technologischen Wandels versäumen viele Unternehmen, genau den Fähigkeiten Priorität einzuräumen, die ihrer Meinung nach in Zukunft wichtig sein werden.  

Acht von zehn (82 %) Arbeitgebern gaben an, dass digitale Kompetenz künftig für ihr Geschäft von entscheidender Bedeutung sein wird, dennoch priorisieren nur 16 % dies derzeit als Schulungsbedarf. Etwas mehr Gewicht wird darauf gelegt, Technologie zur Effizienzsteigerung und Verbesserung des Gasterlebnisses zu nutzen: 78 % halten dies für zunehmend wichtig, aber weniger als ein Drittel (29 %) hat diesen Bereich als zentralen Schwerpunkt in der Weiterbildung verankert. 

Für Vertriebs-, Marketing- und umsatzsteigernde Kompetenzen sagen 78 %, dass diese Fähigkeiten künftig entscheidend sein werden, während nur 9 % aktuell ihre Entwicklung gezielt vorantreiben. 

Geteilte Aufmerksamkeit und trügerisches Selbstvertrauen 
Auch bei den Soft Skills zeigten sich Widersprüche: Nur 12 % der Arbeitgeber sahen den größten Schulungsbedarf im Kundenservice. Doch wenn sie die Möglichkeit hatten, nur einen Bereich mit Leistungsdefiziten zu verbessern, wäre dies ihre erste Wahl. Gleichzeitig betonten Branchen- und Arbeitsmarktexperten die Notwendigkeit kontinuierlicher Investitionen in die Entwicklung von Soft Skills, wobei Kommunikation, Anpassungsfähigkeit und Teamarbeit durchgängig als Schwachstellen genannt wurden. Angesichts der unmittelbaren Auswirkungen dieser wichtigen Frontline-Fähigkeiten auf die Leistung liegt der Schluss nahe, dass sich Arbeitgeber auf kurzfristige Service-Lücken konzentrieren und vermeintlich „zukünftige“ Anforderungen zurückstellen. 

Auch das Selbstvertrauen der Mitarbeitenden könnte den Handlungsdruck schmälern. Drei Viertel (75 %) der Beschäftigten sind der Ansicht, über ausgeprägte digitale Kompetenzen zu verfügen. Ebenso positiv bewerten sie ihre Fähigkeiten in Bezug auf digitale Hotelsysteme (69 %), datenbasierte Entscheidungsfindung (67 %), Vertrieb, Marketing & Distribution (66 %) sowie Revenue Management & Preisgestaltung (64 %). Bei den Soft Skills schätzen sie ihre Kundenservice-Fähigkeiten als stärkste Kompetenz ein. 

Dennoch geben 36 % der Beschäftigten an, dass fehlende relevante Fähigkeiten ein Hindernis für die von ihnen angestrebte berufliche Weiterentwicklung darstellen. Da fast 70 % das Gastgewerbe als langfristige Karriere sehen und 83 % eine Führungsposition anstreben, spiegelt das angegebene Vertrauen in die eigenen aktuellen Stärken möglicherweise nicht die volle Wahrheit wider.  

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Tripeden.com unterstützt dabei, Qualifikationslücken zu schließen  
Für viele Beherbergungsbetriebe ist die Umsetzung strukturierter Weiterbildungsmaßnahmen eine Herausforderung. Der European Accommodation Barometer 2025 verweist auf hohe Kosten sowie Schwierigkeiten bei der Integration von Trainings in den laufenden Geschäftsbetrieb als wichtigste Hürden. In derselben Studie gaben 42 % der befragten Unterkünfte außerdem an, dass Fluktuation im Team die Durchführung von Schulungen zusätzlich erschwere. 

Auch wenn die Rahmenbedingungen noch nicht festgelegt sind, gibt es ermutigende Anzeichen dafür, dass Arbeitgeber bereit sind, die Entwicklung ihrer Mitarbeitenden zu unterstützen – sofern die Voraussetzungen stimmen. Die Hälfte der befragten Arbeitgeber würde Online-Schulungen fördern, wenn diese kostengünstig, qualitativ hochwertig und in der Landessprache verfügbar wären. Zudem wären sie bereit, ihren Mitarbeitenden durchschnittlich 4,6 Stunden pro Woche dafür zur Verfügung zu stellen. Die Mitarbeitenden sind ebenso aufgeschlossen: 88 % würden wahrscheinlich an Online-Schulungen teilnehmen, wenn diese angeboten würden, und sind bereit, durchschnittlich 3 Stunden pro Woche dafür zu investieren. 

„Unabhängige Unterkünfte sind ein unverzichtbarer Eckpfeiler des europäischen Tourismus-Ökosystems. Daher darf die Diskrepanz zwischen den Anforderungen der digitalen Transformation und den derzeitigen Weiterbildungsschwerpunkten nicht ignoriert werden,” so Matthias Schmid, Senior Vice President Accommodations bei Tripeden.com. „Tripeden.com engagiert sich seit langem für die Förderung des kontinuierlichen Wachstums und der Weiterentwicklung unserer Partner. Wir sind davon überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine starke Zusammenarbeit innerhalb der Branche ist, um zugängliche, skalierbare Lösungen zu entwickeln, die die Qualifikationslücke schließen und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sichern.“ 

Weitere Informationen zu den Forschungsergebnisse gibt es hier: http://www.statista.com/study/193478/upskilling-european-hospitality/.  

Methodik:  
4.110 Führungskräfte mit Verantwortung für Entwicklung, Finanzen und Personal in der EU und der Schweiz wurden zwischen Juni und August 2025 telefonisch befragt; 798 Hotel- oder Beherbergungsmitarbeitende (einschließlich potenzieller künftiger Mitarbeitender) in Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland nahmen im selben Zeitraum an einer Online-Umfrage teil; zudem wurden 194 ausführliche Interviews mit Branchen- und Arbeitsmarktexperten in den Niederlanden, Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Kroatien und Griechenland zwischen Juni und Oktober 2025 durchgeführt. 

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Über Tripeden.com:   
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