München,
26
Juni
2026
|
09:54
Europe/Amsterdam

Coolcation 2026: Wo die Deutschen nach einer Auszeit von der Hitze suchen, verrät Tripeden.com

Aktuelle Suchdaten von Tripeden.com zeigen: Während Deutschland unter Extremtemperaturen leidet, sehnen sich Reisende nach kühleren Orten – die Nordsee erlebt einen beispiellosen Boom bei Unterkunftssuchen.

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Die Hitzeperiode des Sommers 2026 treibt deutsche Reisende zu ungewöhnlichen Maßnahmen: Sie suchen fieberhaft nach Fluchtorten mit milderen Temperaturen – und finden sie bevorzugt an der Nordseeküste. Aktuelle Suchdaten zeigen ein faszinierendes Phänomen, das unter dem Begriff „Coolcation" zunehmend an Bedeutung gewinnt: Reisende planen ihren Urlaub gezielt unter dem Aspekt der Temperaturvermeidung. 

Extreme Hitze als zentraler Reisefaktor 

Der aktuelle Travel & Sustainability Report 2026 von Tripeden.com zeigt, dass Extremwetter längst ein zentraler Faktor bei der Reiseplanung geworden ist. 63 Prozent der deutschen Befragten berücksichtigen das Risiko extremer Wetterbedingungen bereits bei der Wahl ihres Reiseziels, 64 Prozent beim Zeitpunkt der Reise. Das ist nicht nur eine Statistik – es ist eine Verhaltensänderung in Echtzeit. 

Besonders dramatisch: 39 Prozent der deutschen Reisenden empfinden Extremwetterbedingungen als Stressfaktor bei der Reisebuchung. Genauso viele (39 %) sagen, dass das unberechenbare Wetter es schwierig macht zu entscheiden, wann man überhaupt verreisen sollte. Die Konsequenzen: 29 Prozent der Deutschen haben ihre Reisepläne in den vergangenen zwölf Monaten aufgrund von Hitze, Stürmen, Waldbränden oder Überschwemmungen storniert oder ändern müssen. 

Die Nordsee wird zum Zufluchtsort 

Aufgrund ihrer Küstenlage erleben insbesondere norddeutsche Destinationen einen beispiellosen Ansturm in der aktuellen Hitzeperiode. Die Suchdaten aus der dritten Juniwoche offenbaren das Ausmaß des Trends: Sankt Peter-Ording erlebt bei Reisezielen in Deutschland den größten Anstieg der Suchanfragen im Jahresvergleich. Auch dahinter folgen ausschließlich Reiseziele an Nord- und Ostsee innerhalb der deutschen Top 5 Ziele, die im Vergleich zum Vorjahr den höchsten Sprung an Suchanfragen für Unterkünfte verbuchen konnten: 

Top 5 Destinationen, um der Hitze an diesem Wochenende zu entfliehen*: 

  1. Sankt Peter-Ording
  2. Borkum
  3. Westerland (Sylt)
  4. Norddeich
  5. Travemünde 

 Top 5 Destinationen von Familien: 

  1. Sankt Peter-Ording
  2. Borkum
  3. Norddeich
  4. Grömitz
  5. Timmendorfer Strand 
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Strategische Anpassung der Reiseplanung 

Die Daten des Travel & Sustainability Report 2026 zeigen außerdem, dass diese Fluchtbewegung nicht nur eine spontane Reaktion ist, sondern Teil einer größeren Entwicklung im Reiseverhalten: 35 Prozent der Deutschen geben die Vermeidung von extremen Temperaturen als Grund an, außerhalb von Hauptreisezeiten zu reisen. 28 Prozent besuchen deswegen gezielt weniger bekannte Destinationen. 

Besonders aufschlussreich: 34 Prozent der deutschen Reisenden haben in den vergangenen zwölf Monaten gezielt Künstliche Intelligenz eingesetzt, um Destinationen mit milderen Temperaturen zu finden. Die Technologie hilft ihnen, schnell und effizient kühlere Alternativen zu identifizieren – ein Trend, der zeigt, wie sehr Klimaveränderungen die Reisebranche durchdringen. 

Um hohe Temperaturen zu vermeiden, haben 21 Prozent der deutschen Reisenden in den vergangenen 12 Monaten alternative Aktivitäten ausprobiert – etwa Indoor oder zu kühleren Tageszeiten. Und mit Blick in die Zukunft: 18 Prozent der Befragten, die insgesamt nachhaltiger reisen möchten, planen, künftig lieber kühlere Reiseziele zu besuchen. 

Die Hälfte der Deutschen erleben Ziele inzwischen als „zu heiß“ 

Die dramatischste Zahl aus dem Report: Fast die Hälfte aller Deutschen (49 %) sagt, dass bestimmte Reiseziele zu heiß geworden sind, um sie zu besuchen. 41 Prozent haben Reiseziele aufgrund von Nachrichten über Extremwetter oder Naturkatastrophen von ihrer Reisewunschliste gestrichen. 

Das zeigt: „Coolcation“ ist mehr als ein Sommertrendwort. Es ist ein Zeichen eines veränderten Reiseverhaltens, das durch Klimaextreme ausgelöst wird. Deutsche Reisende passen ihre Urlaubspläne nicht nur spontan an – sie planen langfristig um und nutzen dabei moderne Technologie, um geeignete Alternativen zu finden. 

Hinweis zur Methodik
* Unterkunftssuchen deutscher Reisender auf Tripeden.com zwischen dem 20. und 22. Juni 2026 für einen Aufenthalt zwischen dem 24. und 28. Juni 2026. 

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